Heute habe ich für euch ein Blumen – Experiment, das fast wie Zauberei ist, denn damit könnt ihr weiße Blumen färben. Außerdem könnt ihr gleich noch beobachten, wie Pflanzen trinken. Ich hatte das als Kind mal gemacht und wollte es gern meinem Enkel zeigen. Damals hatte ich eine Rose gefärbt, aber wer hat schon 3 weiße Rosen am Sonntagnachmittag auf Vorrat. In einer Anleitung haben wir was von Gänseblümchen und Löwenzahn gelesen. Das hat bei uns leider überhaupt nicht funktioniert. Der Löwenzahn hat nicht mal einen Hauch von Farbe angenommen. Dafür hat es mit Anemonen wunderbar geklappt, wie ihr sehen könnt. Je kürzer der Stiel ist, um so schneller geht es übrigens. Ihr könnt euren Kindern mit diesem kleinen Experiment zeigen, wie Blumen trinken.Wenn ihr das Experiment nachmachen wollt, dann lest einfach weiter!

Das braucht ihr:

3 weiße Blüten

3 Gläser

Lebensmittelfarbe

Wasser

Und so geht das Blumen – Experiment:

Stellt die drei Wassergläser auf. Füllt das erste und zweite mit Wasser, das dritte lasst leer. In das erste Glas füllt ihr zusätzlich Lebensmittelfarbe. Nehmt eine kräftige Farbe und nicht zu wenig, damit man auch was sieht. Pulverfarben haben bei uns übrigens gar nicht funktioniert. Die schöne, leuchtendblaue Blüte, die ihr auf den Fotos seht, haben wir mit flüssiger Lebensmittelfarbe hinbekommen.

Nun setzt in jedes Glas eine weiße Blume. Ich weiß schon, was ihr jetzt denkt: Das arme Blümchen, das die dritte Vase erwischt hat.

Denn nun passiert Folgendes:

Nach ca. 30 Minuten lässt die Blume ohne Wasser in Vase Nr. 3   das Köpfchen hängen.

Erklärung:

Die Blume braucht wie alle Pflanzen das Wasser, um Nährstoffe in die Blätter und Blüten transportieren zu können. Durch das Wasser bekommt die Pflanze außerdem Stabilität. Fehlt das Wasser, verliert der Stängel den Halt und sinkt nach unten.

Übrigens habe ich der Blume im 3. Glas nach dem Fotoshooting wieder Wasser gegönnt, und sie hat sich schnell wieder aufgerichtet.

Und was passiert weiter?

Nach 1 Stunde könnt ihr beobachten, dass sich die Blume in dem Glas mit Farbe anfängt zu verfärben. Sie hat lauter kleine Striche bekommen und ihr könnt nun sehr gut die Blattadern erkennen.

Nach ungefähr 4 Stunden hat sich die Blüte komplett gefärbt. Sieht sie nicht toll aus?

Erklärung

Pflanzen haben im Inneren Röhren, ähnlich unseren Adern, in denen sie Wasser und Nährstoffe  transportieren. Die Röhren, die für den Transport nach oben verantwortlich sind, saugen Wasser und gelöste Nährstoffe – oder eben Farbe – an und leiten alles von den Wurzeln nach oben zu den Blüten und Blättern.

Als ich dieses Experiment mit meinem Enkel ausprobiert habe, war ihm schnell klar, Pflanzen trinken also, genau wie wir. Und dann kam folgende Frage von ihm:

Müssen Pflanzen auch aufs Klo?

Darauf hatte ich erst einmal keine Antwort und musste nachschlagen. Folgendes habe ich herausgefunden: Pflanzen können tatsächlich über ihre Wurzeln auch ausscheiden. Verrückt, oder? Wie das genau geht und warum das wichtig ist, werde ich in einer der nächsten Folgen von „Die kleine Schnecke Monika Häuschen“ erklären.

Blumen färben braucht Zeit

Blumen sind noch ein bisschen langsamer als die kleine Schnecke Monika Häuschen. Ihr müsst also bei diesem Experiment den Zeitfaktor beachten. Wenn man eine Anleitung für dieses Experiment sucht, steht meistens dabei, dass sich die Blume nach kurzer Zeit verfärbt. Aber diese kurze Zeit kann ganz schön lang für einen 6 jährigen werden, der daneben steht und darauf wartet, dass endlich was passiert. Stellt also die Blume am besten am Abend in die Farbe. Wenn ihr am Morgen aufwacht,  ist es doch eine tolle Überraschung, wenn sich die Blume verfärbt hat!

Viel Spaß beim Blumenfärben und Experimentieren!

Weiße Blumen färben

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